Aktuelles

Veranstaltungen

Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Film und Input zu familiärer Gewalt am Sonntag 25. November 2018

Wie jedes Jahr beteiligt sich das Frauenhaus Graubünden mit einer eigenen Veranstaltung an der Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen. In Kooperation mit dem Kino Raetia zeigen wir einen eindrücklichen Film über familiäre Gewalt.

Film «Das Erste und das Letzte»
Sonntag, 25. November 2018 um 17h im Kino Raetia in Thusis
Kurzinput nach dem Film: Frau B. Melchior, Frauenhaus Graubünden, Herr G.D. Simeon, Psychologe/Experte im Bereich Kindesschutz

 

Flyer Veranstaltung am 25.11.18 in Thusis

Flyer Allgemeine Infos zur Kampagne 2018

 

Im Film wird Jaqueline von Kaenel kurz vor ihrem Lebensende porträtiert. Sie erzählt von ihrer Kindheit, der wohlhabenden Familie mit vier Kindern, hinter deren perfekter Fassade sich psychische und physische Gewalt verbirgt. Die Mutter lenkt und kontrolliert die Kinder bei jeder Kleinigkeit. Am schlimmsten jedoch sind die grundlosen Schläge, die Freude der Mutter am Schmerz der Kinder und die im Voraus angekündigten Bestrafungen und Demütigungen.

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.16tage.ch

 

Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

25. November bis 10. Dezember

Sprechen wir darüber – Gewalt an Mädchen und jungen Frauen

2017 fand in der Schweiz zum zehnten Mal die internationale Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ statt. Das Fokusthema der Kampagne 2017 lautete „Sprechen wir darüber – Gewalt an Mädchen und jungen Frauen in der Schweiz“. Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren sind gemäss aktuellen Forschungsergebnissen und nationalen Statistiken einem erhöhten Risiko ausgesetzt, verschiedenste Formen von Gewalt zu erfahren. Dazu gehören sexuelle Übergriffe durch Gleichaltrige (auch in jugendlichen Paarbeziehungen), häusliche Gewalt durch Eltern oder Gewalterlebnisse im virtuellen Raum, wie Cybermobbing, Sexting oder Cyberstalking. Auch Gewalt im Migrationskontext ist in dieser Altersklasse ausgeprägt (Genitalverstümmelung, Zwangsheirat), ebenso strukturelle Gewaltformen wie Sexismus oder Diskriminierung. Mit einer öffentlichkeitswirksamen Plakatkampagne, zahlreichen Veranstaltungen und interaktiven Angeboten für Jugendliche wird das Thema gesellschaftlich enttabuisiert.

Weitere Infos unter www.16tage.ch

 

Nachtfrauentagung vom 9.9.2017

Die Nachtfrauentagung wurde im Jahr 2017 vom Frauenhaus Graubünden zum Thema „Barrierefreiheit“ organisiert und durchgeführt. Nachtfrauen aus den unterschiedlichen Frauenhäusern der Schweiz und Lichtenstein haben teilgenommen und das Tagungsprogramm sowie den Austausch untereinder geschätzt.

Passend zum Thema hat sich die Organisation avanti donne vorgestellt. Hier gehts zur Präsentation und zu weiteren Informationen über avanti donne.

Medien

Online Beitrag von Südostschweiz zum Thema sexuelle Gewalt an Grossanlässen

Was das Frauenhaus Graubünden für Betroffene bietet, können Sie im folgenden Beitrag lesen.

Online Artikel: Die Scham ist häufig zu gross um an die Öffentlichkeit zu gehen

 

TV Beitrag über das Frauenhaus Graubünden

Am 21. März hat die Tele Südostschweiz einen Bericht über das Frauenhaus Graubünden gesendet. Unter dem folgenden Link kann die Sendung nochmals angesehen werden:

TV Beitrag über das Frauenhaus Graubünden vom 21.03.2018

 

8. März, internationaler Tag der Frau

Ein informativer Artikel über das Frauenhaus Graubünden in der BüWo vom 7. März 2018 kann hier gelesen werden.

 

Zeitungsartikel vom 24. Januar 2018 aus der Zeitung reformiert

Das Dossier zum Thema Männer und häusliche Gewalt können Sie als hier als pdf oder auch direkt online auf der Website nachlesen.

 

Aktuelle Polizeistatistik

Im Jahr 2016 kam es schweizweit zu 17’685 Straftaten, die dem Bereich der häuslichen Gewalt zugerechnet werden können. Am häufigsten sind Tätlichkeiten, Drohungen, Beschimpfung  und einfache Körperverletzungen registriert worden. 52 versuchte  und 19 vollendeteTötungsdelikte fanden in Paar- und ehemaligen Paarbeziehungen statt. Von den 19 Todesopfern sind 18 Frauen!

Im Zusammenhang mit Stalking wurden Beschimpfung und Missbrauch einer Fernmeldeanlage am häufigsten registriert. Der Bund hat die Zahlen zu häuslicher Gewalt 2016 in der Polizeilichen Kriminalstatistik veröffentlicht.

In Graubünden ist die Gesamtzahl der Straftaten rückläufig, jedoch wurden bei der häuslichen Gewalt 259 Fälle registriert, das sind 75 mehr als im Vorjahr. 40 Prozent wurden innerhalb der Partnerschaft ausgeübt, in rund einem Drittel der Fälle waren es ehemalige Partner oder Partnerinnen. 18% der Fälle betreffen Eltern, Pflegeeltern und Kinder.

Quelle: südostschweiz, 28.03.2017

 

Die jährliche Weihnachtspende vom B12 Caffè, Bar & Restaurant wurde von Andrea Stadler, Stiftungspräsidentin Frauenhaus Graubünden entgegen genommen.

Chur, 1. März 2017. Das Frauenhaus Graubünden bietet nicht nur insgesamt 12 Plätze für Frauen mit ihren Kindern, sondern auch ein umfassendes persönliches oder telefonisches Beratungsangebot für betroffene Frauen und Angehörige. Fachkräfte aus Sozialarbeit und Pädagogik betreuen und begleiten bei rechtlichen, finanziellen und sozialen Fragen. Kinder erhalten sozialpädagogische Begleitung und Unterstützung. Dazu Renate Marino, Gastgeberin im B12: „Wir finden es wichtig auch etwas zurückzugeben und besonders auch lokales Engagement zu unterstützen. Das Frauenhaus Graubünden macht seit fast 30 Jahren wichtige Arbeit bei uns in der Region, die vielfach im Verborgenen bleibt. Mit unserem Beitrag möchten wir auch darauf aufmerksam machen.“ Das Frauenhaus Graubünden wählt jedes Jahr einen Themenschwerpunkt. In diesem Jahr ist der Schwerpunkt „Rollenbilder“. Mann und Frau sind rechtlich gleichgestellt, aber trotzdem gibt es noch Unterschiede zwischen den Geschlechtern und nach wie vor gibt es Dinge, die viele von uns als „typisch Mann“ oder „typisch Frau“ ansehen. „Wir möchten dafür sensibilisieren und anregen, sich mit den eigenen Rollenbildern zu beschäftigen und sie vielleicht auch zu korrigieren“, so Andrea Stadler, Stiftungspräsidentin Frauenhaus Graubünden. „Wir freuen uns sehr über den Beitrag vom B12, vor allem auch darüber, dass lokales Engagement wahrgenommen und unterstützt wird,“ so Andrea Stadler abschliessend.

 

 

Filmtipps

Amateur Teens

Regie: Niklaus Hilber, CH 2015, Dialekt/d, 92′
Die eine motzt auf und hat eine grosse Klappe, eine andere, die Neue, wird gehänselt und gemobbt. Einer mimt den grossen Macker, ein anderer möchte gern seine Gefühle leben, traut sich aber nicht. In diesem Teenagergrüppli geht es lautstark um Sex, tatsächlich aber um Angeben und Anmachen, um Ansehen und Profil. Als eine Party aus dem Ruder läuft und ein Mädchen zum Sexopfer wird, ist die Zeit der Unschuld vorbei. Niklaus Hilbers Teenager-Tragödie setzt auf Nähe und Authentizität – ohne moralischem Zeigefinger. Der Lohn: Publikumspreis am Zurich Film Festival.

http://amateurteens-kinofilm.ch/

 

Die göttliche Ordnung

Regie: Petra Volpe, CH 2016, Dialekt/d, 96’
Am 7. Februar 1971 entschieden sich die Bürger der
Schweiz dafür, das Frauenstimmrecht einzuführen.
Obwohl das Alpenland damit eines der letzten Länder
Europas war, das diesen Schritt zur Gleichberechtigung
der Geschlechter tat, war es zugleich der erste
Staat, der dies durch eine Volksabstimmung beschloss.
Nora, eine junge Mutter und Hausfrau aus einem
Appenzeller Dorf, ist still und genügsam – bis sie
anfängt, sich öffentlich für das Frauenstimmrecht zu
engagieren. Ihre Beliebtheit beginnt zu schwinden,
und ihre Beziehung mit ihrem Ehemann und ihren
Kindern kommt auf den Prüfstand.

 

Whatever Comes Next

Regie: Hildegard Elisabeth Keller, CH/USA 2014, OV/d, 70’
Der Film begleitet die amerikanische Malerin Annemarie
Mahler-Ettinger in Bloomington/Indiana und
auf Cape Cod. Das Leben der 88jährigen überbrückt
zwei Jahrhunderte und zwei Kontinente. Die poetische
Erzählweise des Films führt in innere und äussere
Lebenslandschaften – und immer mit dabei ist ihr
Hund Leah. Eine Reise ins Wunderland eines
gelebten Lebens.

 

Sonita

Dokumentation/Musikfilm, 91 Min., Regisseurin: Rokhsareh Ghaem Maghami, D/Iran/CH 2015

Sie ist auf sich allein gestellt und doch nicht frei. Sonita, 18 Jahre jung, stammt aus Afghanistan und lebt als illegale Immigrantin im Iran. Sie soll an einen ihr unbekannten Ehemann verkauft werden, um so die Hochzeit ihres Bruders zu finanzieren. Doch Sonita hat einen Traum: Sie liebt Musik und will Rapperin werden.

http://www.sonita.org/

 

Nahid

Drama, 105 Min., Regisseur: Ida Panahandeh, Iran 2015

Nahid lebt mit ihrem zehnjährigen Sohn Amir Reza in einem kleinen Dorf am Kaspischen Meer. Nach iranischem Recht liegt das Sorgerecht eigentlich beim Vater Ahmad, aber der hat es nur unter der Bedingung, dass Nahid nicht mehr heiratet, an sie abgetreten. Als sich Nahid verliebt, wird die junge Frau vor eine folgenschwere Entscheidung gestellt.

https://der-andere-film.ch/filme/filme/titel/mno/nahid

 

Refugiado

Drama, 90 Min., Regisseur: Diego Lerman, Arg. / F /P 2014

Dramatische Momentaufnahme einer Irrfahrt von Mutter und Sohn: Matias und seine Mutter Laura sind auf der Flucht vor einem erneuten gewalttätigen Zornausbruch von Fabian. Matias ist 8 Jahre alt, Laura ist wieder schwanger. Es beginnt eine Reise auf der Suche nach einem sicheren Ort.

http://www.cineman.ch/movie/2014/Refugiado/#movie-detail-nav

Offene Stellen

Für das Tagteam suchen wir per 1. März 2019 befristet bis 31. August 2019

 

eine Mitarbeiterin Beratung (60%)

 

Das Frauenhaus Graubünden ist Anlaufstelle für misshandelte und von häuslicher Gewalt bedrohte weibliche Jugendliche, Frauen und deren Kinder. Wir bieten während 365 Tagen im Jahr Schutz, Unterkunft und Beratung. Ein professionelles Tagteam wird dabei ergänzt durch ein Nacht- und Wochenendteam. Der Aufenthalt bietet den betroffenen Frauen die Möglichkeit, sich an einem geschützten Ort zu stabilisieren, Anschlusslösungen zu finden und neue Lebensperspektiven zu entwickeln.

 

Aufgabenbereich

Sie beraten, stabilisieren und begleiten gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder im Bezugspersonensystem. Sie führen telefonische Beratungen durch, nehmen Triagen vor und sind Kontaktstelle für Behörden, Institutionen und Fachpersonen. In Zusammenarbeit mit den Klientinnen erarbeiten sie tragfähige Anschlusslösungen, erschliessen externe Ressourcen und weiterführende Hilfssysteme.

 

Profil

Sie verfügen über einen Abschluss in Sozialarbeit oder Sozialpädagogik (FH) und über qualifizierte Berufspraxis. Idealerweise verfügen Sie über Fachwissen und Arbeitserfahrung in Themenfeldern wie: Gewalt in Ehe und Partnerschaft, Krisenintervention, Migration. Sie sind eine gefestigte Persönlichkeit, arbeiten gerne im Team und kennen das soziale Netz des Kantons Graubünden. Sie verfügen über sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift und bringen Sicherheit in einer Fremdsprache und EDV-Anwendungen mit.

 

Wir bieten Ihnen eine vielseitige, verantwortungsvolle Aufgabe in einem dynamischen Arbeitsumfeld, zeitgemässe Anstellungsbe-dingungen, Supervision und gute Weiterbildungsmöglichkeiten.

 

Wenn Sie sich von dieser Stelle angesprochen fühlen, zögern Sie nicht, uns Ihre Bewerbungsunterlagen zuzustellen. Weitere Informationen erhalten Sie von Wilma Finze-Michaelsen, Personalverantwortliche der Betriebskommission der Stiftung Frauenhaus, 081 332 10 05 oder Bettina Melchior, Leiterin Frauenhaus, 081 252 38 02, b.melchior@nospam-frauenhaus-graubuenden.ch.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bis 15.1.2019 per Mail an: Wilma Finze-Michaelsen (wilma.finze@nospam-gr-ref.ch)